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Sonntag, 19. Februar 2012
Destabilisierung
e.lektra
19:23h
Die Sachbearbeiterin wirkt destabilisiert. Man hat gerade angeboten, vor ihren Augen einen Hund zu häuten.
(Man hat ihr gerade erklärt, dass man keine Leistungen vom Arbeitsamt möchte.) Aber, Aber! Schwankendes Gehalt! War ein Ausrutscher. Und es macht nichts. Aber, aber! Mögliche Ansprüche! Muss man immer wieder belegen. Danke. Aber! Zuschüsse! Vielen Dank. Aber. Endlich hat man unterschrieben, endlich ist man weg, kein Amt mehr, wenn nichts mehr extrem daneben geht; man glaubt in Zukunft trittfester sein zu können. Destabilisierung: Der Weg war morgens vereist, man konnte kaum laufen, verpasste die Bahn, stand in der Kälte herum. (Aber die Eisflocken im Wind glitzerten wie beknackte Vampire. Wunderschön.) Destabilisierung: Man musste mal von H4 leben, wieder vom Tropf weg, wieder erwachsen sein, egal wie. Der Job ist nicht wirklich akzeptabel. (Egal wie.) Destabilisierung: Verlust der eigenen Bahn klingt interessant, wenn man selbst auf festen Schienen fährt. (Ausser man 'ist' das Amt und Leute wollen kein Geld. Wo sie doch möglicherweise Anspruch hätten!) Keine Destabilisierung: Die Bedienung fragt ob sie zum Espresso ein Wasser. Reichen. Darf! (Sondern Situationshumor. Situationen können das) ... Link (0 Kommentare) ... Comment Sonntag, 29. Januar 2012
Fettschenkelschweinchen,
e.lektra
16:17h
schlechte Schinken um die flachen Hintern wabbelnd laufen die Straße entlang.
Ein Fettschenkelschweinchen kroch aus der Bahn. Ein Fettschenkelschweinchen setzte sich unter das Gewicht der Welt. Ein Fettschenkelschweinchen hatte endlich einen längeren Hebel gefunden. Ein Fettschenkelschweinchen motzte ins Telefon. Ein Fettschenkelschweinchen gewann wo kein Wettbewerb gewesen war. Ein Fettschenkelschweinchen teilte seinen Frust. (Ein Fettschenkelschweinchen wollte was und rang sich ein falsches Lächeln ab.) Ein Fettschenkelschweinchen folgte Anweisungen. Ein Fettschenkelschweinchen verstand nichts. Ein Fettschenkelschweinchen wurde bezahlt. Ein Fettschenkelschweinchen konnte sich nicht wundern. Ein Fettschenkelschweinchen war immer auf alles böse. Ein Fettschenkelschweinchen blieb innen und außen hässlich. Ein Fettschenkelschweinchen schlurfte durch ein Leben, Kippe fest in der Hand. ... Link (0 Kommentare) ... Comment Mittwoch, 14. September 2011
Eine Geschichte, mehrmals unfertig I
e.lektra
14:07h
Die erste Version war etwa 15 Jahre alt, hatte Probleme mit reflektierenden Oberflächen, reflektierte aber gerne über ihr Äußeres. Vielleicht war es auch zwanghaft.
Diese Geschichte wollte ein Roman werden, Fantasy und liebesgestört. Der ausgemachte Zweck jener Version war es, ihre Protagonisten mit auffälligen Haarfarben zu versehen, keltoid zu benennen und sie dann genüsslich zu quälen. Diese Version war nicht bewusst sadistisch veranlagt; sie wusste es nicht besser. Ihre Eltern waren dicke Wälzer, deren Autoren nach Liebesqual, gemessen in Siruptropfen pro Wort bezahlt worden waren. Die Version war jung, verwirrt und viel zu viel ahnend. Sie ahnte, dass die elterlichen Wälzer zu schwer, die Spiegel zu glatt, die Schattierungen in den Zeitschriften zu unecht und die große quälende Liebeshandlung zu banal war. Sie ahnte nicht, dass die Protagonisten mit dreißig nicht zu alt sein wurden, aber das war gut, denn sonst hätte sie sich mehr vorgenommen und weniger geschafft. Die erste Version litt unter ihrer gleich bleibenden Unfertigkeit. Sie fühlte sich schwer und uncharmant und dann nicht einmal richtig schundig, sprich vergnüglich, denk beliebt. Für jemand, der unter seiner Masse litt war sie viel zu leicht. Zu leicht um comfort food sein zu können. Von ihrer Masse enttäuscht begann die erste Version auch mit ihrer Form zu hadern und flirtete mit einem schlacksigen Gedicht. Dann kehrte sie wehmütig zu den Wälzern zurück und versuchte es nochmal mit Zeitschriften, Haar und Figur. Das Ende hätte glücklich werden sollen, aber das Glück stellte sich nicht ein, war nirgends zu sehen, nicht hier, nicht da, nicht in weiter Ferne und schon gar nicht auf reflektierenden Oberflächen. Lag es an der Qual? Es war so schwer sie zu begründen und schwieriger sie auszuführen. Die Version wäre im Grunde gerne leicht und glücklich gewesen, was natürlich nicht ging. Sie ahnte, dass sie nicht wusste warum das so sein sollte, wusste aber, dass es genau so war. Die Version verlor den Glauben an sich. Dann verlor sie die Geduld und warf sich weg. ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Nächste Seite
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Last modified: 19.02.12 19:23 Status
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flachen Hintern wabbelnd laufen die Straße entlang.
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Das Wort 'Schoßgebete' sei eine
Kombination aus 'Stoßgebet' und dem weiblichen Schoss, schreibt die englische...
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post slut walk: das oberteil
Das Oberteil ist weiß und aus sehr leichter Baumwolle, ich...
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Rehe bei mir um die Ecke essen ja Leute, so...
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Kannst du bitte ins Bett kommen? Draussen zwitschern die Vögel,...
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strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen unterschiedlichen Objekten
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Test, eins, zwei Es kommt
hin und wieder vor, dass ich tatsächlich ein echtes Textverarbeitungsprogramm...
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